Jim Rheingans
Jim Rheingans ist Professor für Tibetologie an der Universität Wien. Er studierte Tibetologie, Indologie und Kulturanthropologie an den Universitäten Heidelberg und Hamburg, wo er seinen M.A. in Tibetologie abschloss. 2008 folgte der Abschluss des Doktorates in Bristol/Bath Spa, U.K. Neben einigen Forschungsprojekten (DFG und andere) in Hamburg war er als Gastprofessor in Kopenhagen und Vertretungsprofessor an der Universität Bonn tätig. Von 2017 bis 2023 fungierte er als Senior Lecturer für tibetischen Buddhismus an der Universität Sydney und war dort daran beteiligt, den Studienzweig der Tibetologie aufzubauen.
Prof. Rheingans beschäftigt sich in seiner Forschung mit der Religionsgeschichte des tibetischen Hochlandes, mit einem Schwerpunkt auf den Traditionen buddhistischer Meditation sowie tibetischen Literaturgenres; ebenso ist er an interdisziplinärer Zusammenarbeit und Projekten zur Lehre interessiert. Er ist Mitglied verschiedener Forschungsnetzwerke, beispielsweise als einer der leitenden Wissenschaftler im FWF‑geförderten Exzellenzcluster Eurasian Transformations.
Forschungsschwerpunkte:
- Religions‑, Kultur‑ und Geistesgeschichte des tibetischen Kulturraums (mit Schwerpunkt auf Meditationstraditionen des 12.–17. Jahrhunderts)
- Tibetische und indo‑tibetische Literatur, insbesondere narrative und poetische Texte
- Rezeption tibetischer Literatur und des Buddhismus in Europa
- Beiträge zur interdisziplinären Meditationsforschung
Neuere Publikationen sind unter anderem die Monographien The Eighth Karmapa’s Life and His Interpretation of the Great Seal (2017) und The Life and Works of Karma ’phrin las pa (1456–1539) (2021).