Julian Schott
Dr. Julian Schott studierte Indologie, Philosophie und Religionswissenschaft in Göttingen, Pune und Hamburg. Neben seinem BA- und MA-Studium (abgeschlossen 2014) studierte er 6 Jahre lang Klassisches Tibetisch im Nebenfach. Seine Dissertation wurde vom Center for the Study of Manuscript Culture (CSMC) in Hamburg gefördert. Die Arbeit - 2019 publiziert - beschäftigt sich mit esoterischer buddhistischer Apabhraṃśa Dichtkunst (dohā) des Kṛṣṇacaryā sowie deren Kommentaren auf Sanskrit und Tibetisch. Seine Dissertation war das erste Werk, das eines dieser höchst wichtigen Gedichte dieses Genres vollständig untersucht, herausgegeben und übersetzt wurde.
Dr. Julian Schott unterrichtete je ein Semester Klassisches Sanskrit und Tibetisch an der Sydney Universität und am Rangjung Yeshe Institut. 2020 kehrte er nach Hamburg für ein 3-jähriges DFG-Projekt zurück, das sich mit Indrabhūtis Jñānasiddhi beschäftigte.
Julian Schotts generelle Forschungsinteressen liegen auf den Indisch-Tibetischen Tantrischen Traditionen, mit einem Schwerpunkt auf den buddhistischen Primärquellen in Sanskrit sowie auf der tibetischen Übersetzungsliteratur. Innerhalb dieses breiten Fachgebietes publizierte er speziell zu den Dohā Traditionen und ihrer Rezeption
Seine allgemeine Expertise liegt in den indo-tibetischen tantrischen Traditionen, mit einem Schwerpunkt auf primären buddhistischen Sanskritquellen (Manuskriptforschung) sowie der tibetischen Übersetzungsliteratur. Innerhalb dieses breiten Feldes hat Julian Schott zu den Dohā‑Traditionen und deren Rezeption im tibetischen Kulturraum sowie zur exegetischen „Siddha‑Literatur“, wie sie etwa im Grub pa sde bdun enthalten ist, publiziert. Dabei konzentriert er sich insbesondere auf die indo-tibetische Mahāmudrā‑Lehre (Großes Siegel) und deren indische Ursprünge.
Darüber hinaus ist Julian im Bereich der kontemplativen Wissenschaften tätig.
Rheingans, J., & Schott, J. (2025). Tilopā’s Two Mahāmudrā Songs: A Comparative Study Including Critical Editions of the Dohākośa Within the Sārārthapañjikā and the Gaṅgāma with Rang byung rdo rje’s Commentary. Journal of Indian Philosophy, 53(1), 13-76. https://doi.org/10.1007/s10781-024-09588-2
Schott, J. (2024). Tattva, vrata, caryā: On the Relationship of View and Practice in the First Chapter of Padmavajra’s Guhyasiddhi. Religions, 15(3), Artikel 279. doi.org/10.3390/rel15030279
Schott, J. (2019). Kṛṣṇacaryāpādasya Dohākoṣaṭīke: A Study of its Commentaries: Edited, Translated, and Annotated, together with a Survey of his Life and Works and a Study on the Dohā as a Literary Genre. Universität Hamburg.