Nina Mirnig

Prof. Nina Mirnig, ©Nina Mirnig
Nina Mirnig
Kontakt:
E-Mail: nina.mirnig@univie.ac.at
Nina Mirnig ist Professorin für Kultur- und Geistesgeschichte des vormodernen Südasien an der Universität Wien. Sie studierte Orientalistik/Sanskrit an der University of Oxford (BA 2004, M.St. 2005, D.Phil. 2010). Nach Abschluss ihres Doktorats war sie Postdoktorandin am Institute for Indian Studies an der Universität Groningen (2010–2013), Gonda-Fellow am International Institute for Asian Studies in Leiden (2013–2014) und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der University of Cambridge (2014). Von 2015 bis 2025 war sie am Institut für Kultur- und Geistesgeschichte Asiens der Österreichischen Akademie der Wissenschaften tätig, zuletzt auf einer Tenure-Track-Stelle als Research Associate/Junior Group Leader. 2019 wurde ihr der FWF Elise-Richter-Preis verliehen, verbunden mit der Leitung eines Forschungsprojekts zur religiösen, kulturellen und politischen Landschaft des frühmittelalterlichen Nepal (FWF V 755-G). 2020 wurde sie zum Mitglied der Jungen Akademie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gewählt. Mirnig ist Mitherausgeberin der Zeitschrift Medieval Worlds (seit 2025), Mitglied der Publikationskommission der philosophisch-historischen Klasse der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (seit 2022) sowie Mitglied des Editorial Boards der neuen Harrassowitz-Serie Afro-Eurasian Transformations: Ancient Worlds and Beyond. Weiters ist sie beitragende Autorin für das Tāntrikābhidhānakośa: Wörterbuch zur Terminologie hinduistischer Tantren (Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften). Seit 2023 ist sie Key Researcher im FWF Cluster of Excellence Eurasian Transformations, mit Projekten zu den Themen Geografien der Macht, Kommunikation und Mobilität sowie religiöse Identifikation.
Forschungsschwerpunkt:
- Religions-, Kultur- und Geistesgeschichte Südasiens (mit Fokus auf 500-1200 n. Chr.)
- Literatur, Rituale, Geschichte und Verbreitung des frühen Śivaismus und der tantrischen Traditionen
- Religions- und Kulturgeschichte des frühen Nepal und der Himalaya-Region
- Inschriftenkultur Südasiens (philologische und interdisziplinäre Forschung an der Schnittstelle zur Archäologie und Kunstgeschichte)
- Manuskriptkultur Südasiens
- Beiträge zur interdisziplinären Erforschung von Kulturkontakt und Wissenstransfer innerhalb der indischen Kultursphäre („Indosphäre“) und darüber hinaus
- Beiträge zur Erhaltung von Kulturerbe (mit Fokus auf Nepal)
Ausgewählte Publikationen:
Zu den Publikationen zählen eine Monografie zur Entstehung und Entwicklung śivaitischer tantrischer Bestattungsrituale und Formen der Ahnenverehrung (Liberating the Liberated, Mirnig 2019), Sammelbände wie Tantric Communities in Context (Mirnig, Rastelli, Eltschinger 2019) und Epigraphical Evidence for the Formation and Rise of Early Śaivism (Bosma & Mirnig 2013), sowie zahlreiche Artikel und Aufsätze zur Religions- und Kulturgeschichte hinduistischer – insbesondere śivaitischer – und tantrischer Traditionen in Südasien, zur Kulturgeschichte Nepals und zu Sanskrit-Inschriften. Zudem leistete sie Beiträge zu interdisziplinären Publikationen über archäologische Funde in Nepal.
