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Csaba Kiss - Marion Rastelli: "Maṇḍalas. Herstellung, Gebrauch und was sie uns über eine Tradition sagen"

UE, 2 SSt., 5 ECTS.

Studienplancodes: MAP6 (UE b)

Termin: tw. geblockt. Ort: Jeweils SR 2 SAK

Do, 16:00-17:30 am 8.3., 15.3., 22.3., 29.3., 26.4., 3.5., 10.5.

Block 2: 11.6.: 13:15-15:15, 12.6.: 14:00-16:00, 13.6.: 14:00-16:00, 14.6.: 15:15-17:15, 15.6.: 12:00-14:00.

 


Unterrichtssprache: Deutsch/Englisch


Beschränkte Teilnehmerzahl: 24


In den tantrischen Hindu-Traditionen dienen maṇḍalas als Orte, auf denen Gott und seine Aspekte gegenwärtig gemacht und rituell verehrt werden können. Wir werden uns in der Lehrveranstaltung damit beschäftigen, wie solche maṇḍalas hergestellt werden, wie sie im Verehrungsritual verwendet werden, und was uns ihre Form und die Gottheiten, die auf ihnen vergegenwärtigt werden, über eine Tradition mitteilen.

Die Lehrveranstaltung ist in zwei Teile geteilt. Teil 1 (März – Mai) wird von Marion Rastelli geleitet und sich maṇḍalas in der viṣṇuitischen Tradition des Pāñcarātra widmen (in deutscher Sprache). Teil 2 (Juni) wird von Csaba Kiss geleitet und beschäftigt sich mit maṇḍalas in śivaitischen Tantren (in englischer Sprache).

Teil 1: Maṇḍalas im Pāñcarātra

Nach einer allgemeinen Einführung in die Thematik der Lehrveranstaltung werden wir gemeinsam Kapitel 8 der Nāradīyasaṃhitā, das die Herstellung und Verwendung von maṇḍalas beschreibt, lesen und auch versuchen, die dort beschriebenen maṇḍalas zu zeichnen.

Teil 2: Rise of the Yoginī: from outer circles to the centre (Reading early and late Śaiva tantras)

The course will focus on the Śaiva tantric traditions in general, and on the changing role of the Yoginīs (female spirits/deities/human sexual partners etc.) in particular. After a general introduction to the history and key elements of Śaiva tantra (class 1), we will discuss the gradual rise in importance of the Yoginī: in early tantras such as the Brahmayāmala (class 2) , in later ones such as the Kubjikāmata (class 3), and in yogic post-tantra such as the Matsyendrasaṃhitā (class 4). This process will be examined as reflected in the maṇḍalas and mantras of the cults. Our approach will include reading short passages from (manuscripts of) Sanskrit sources with non-standard (Aiśa) grammar, analysing images and decoding mantras. We will make an attempt at drawing some general conclusions at our last meeting (class 5).

Voraussetzungen für die Teilnahme: Grundsätzlich sind Sanskrit-Kenntnisse Voraussetzung, da wir uns hauptsächlich der Textlektüre widmen werden. Allerdings haben auch fortgeschrittene StudentInnen anderer (Master-)Studienrichtungen ohne Sanskrit-Kenntnisse die Möglichkeit, an dieser Lehrveranstaltung teilzunehmen und ein Zeugnis zu erwerben, wenn sie bereit sind, sich mit dem in der Stunde übersetzten Text intensiv auseinanderzusetzen.

Für den Zeugniserwerb sind die regelmäßige Anwesenheit, sorgfältige Vor- und Nachbereitung, aktive Mitarbeit, sowie, für Studierende ohne Sanskrit-Kenntnisse, eine schriftliche Zusammenfassung des Inhalts der übersetzten Texte erforderlich.

Die Lektüretexte und anderes Lehrmaterial sind auf der Lehrplattform Moodle zu finden. Die Studierenden werden gebeten, sich diese selbst auszudrucken.

Institut für Südasien-, Tibet- und Buddhismuskunde
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