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Anand Amaladass: "Ästhetik und Religion - Eine interkulturelle und interdisziplinäre Perspektive auf darstellende Kunst und Poetik in Ost und West"

VO, 2 SSt., 5 ECTS.

Studienplancodes: BA13, MAP5, EC1-1

Termin: Block-Lehrveranstaltung vom 2.5.-14.6., je Mo+Mi, 10:00-11, SR 3 SAK


In dieser Lehrveranstaltung wird die indische ästhetische Tradition (alaṃkāraśāstra) und ihre Verbindung mit der Religion behandelt.

Religionsgeschichte ist zum großen Teil auch Kunstgeschichte – im Hinduismus und Christentum. Religion und Kunst bedürfen einander. Religion bedarf der Kunst um der Vergegenwärtigung des Göttlichen willen. Umgekehrt bedarf die Kunst der Religion um der Ordnung willen. Ohne Kunst verliert sich Religion in weltlosem Spiritualismus; ohne Religion endet Kunst in richtungslosen Subjektivismus (Jutin Lang).

Es geht um die funktionelle Entsprechungen zwischen Religion und Kunst.

Einige ausgewählte Themen werden hier interkulturell diskutiert, zum Beispiel: Kunst und Offenbarung, die sakramentale Dimension des Schauspiels, Humor als eine kleine Form der Theodizee, kāvya als Theologie, Aesthetik und Mystik, Kunst und Spiritualitaet usw.

Bibliographie:

• Justin Lang, “Die Kunst als Vermittlung von Transzendenz’, in Anton Rotzelter (Hrsg) Geist und Kommunikation, Benziger Verlag, Zuerich, 1982, 57-71

• Alexander von Schoenburg, Die Kunst des stilvollen Verarmens, Wie man ohne Geld Reich wird. Rowohlt Berlin, 2005

• Steffen Dietzsch (Hrsg.) Luzifer Lacht. Philosophische Betrachtungen von Nietzsche bis Tabori. Reclam Verlag, Leipzig 1993

• Volker M. Tschannerl, Das Lachen in der altindichen Literatur, Peter Lang, 1993

Institut für Südasien-, Tibet- und Buddhismuskunde
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